Warum BARF?

Von Yvonne Kraft

 

 

Allergien, Futtermittelunverträglichen, Krebs sind nur einige Erkrankungen, mit denen sich Hundehalter in den letzten Jahrzehnten vermehrt konfrontiert sehen.

Das mag sicher auch an unserer Umwelt, einer schnellen und stressigen Zeit liegen, aber eben auch zum Großteil an der heutigen Ernährung unserer Hunde.

Na klar, der Griff zu einem "ausgewogenen Trockenfutter", zu einem von führenden Wissenschaftlern hergestellten Dosenfutter ist leichter, als eine selbst zusammengestellte Hundenahrung, über die nicht 10 Tierernährungswissenschaftler geschaut haben.

Ich habe die Wörter ausgewogenen Trockenfutter bewusst in Anführungszeichen gesetzt, denn für mich persönlich gibt es A) kein zu 100% ausgewogenes Hundefutter (denn auch im Bereich der Tierernährung ist noch lange nicht alles erforscht) und B) ist für mich ein Futter, dass in jeder Mahlzeit eine 100%ige Ausgewogenheit suggeriert nicht natürlich!

Welches wild lebende Tier, oder welcher Mensch nimmt in einer Mahlzeit alles an Vitaminen, Spurenelementen und Co. zu sich??? Niemand. Das ist völlig unmöglich und von der Natur auch gar nicht vorgesehen. Aber unsere Hunde stammen ja auch nicht von diesem Planten, oder warum ist es bei ihnen anders? Ist es eben nicht!

Auch Hunde sind natürliche Lebewesen aus Fleisch und Blut und auch sie haben das Anrecht auf eine natürliche und gesunde Kost und sollten nicht dazu verdammt sein, ein Leben lang "Brühwürfel" fressen zu müssen.

 

Wir haben viel probiert, zum Wohle unserer Hunde.

Wir haben nur Trockenfutter, nur roh und gemischt gefüttert.

Als wir auf der Informationssuche nach der frischen Art der Ernährung waren, stießen wir immer und immer wieder auf die Inhaltsangaben von Fertigfuttern. 

Immer mehr wurde uns bewusst, was wir da Jahrelang in unsere Hunde gefüttert haben! Tierische - und Pflanzliche Nebenerzeugnisse (wie es so schön heisst), Zusatzstoffe ohne Ende, künstliche Vitamine, das nur als kleiner Auszug.

Nein, das wollten wir unseren Hunden nicht mehr antun. Zudem haben wir als Züchter natürlich eine noch größere Verantwortung, denn es ist schon lange bekannt, dass sich einige Inhaltsstoffe von Industrienahrung auch genverändert auswirken können.

Und jeder Züchter möchte natürlich gesunde Welpen, auch wenn das zusätzlich noch von einigen anderen Faktoren abhängt.

 

Bevor unsere Hunde das erste mal frisches Futter in den Napf bekamen, verging schon eine ganze Weile!

Einfach nur Fleisch in den Napf kann gefährlich werden.

Wir haben ziemlich lange das Internet durchforstet und einige Bücher gelesen, 

bevor wir uns ans frische Füttern getraut haben.

In den Köpfen Vieler geistert noch der Gedanke, man solle Hunden kein rohes Fleisch und keine rohen Knochen geben, Hunde würden sonst aggressiv. Dies ist natürlich totaler Blödsinn.

Ganz im Gegenteil: unsere Hunde sind deutlich ruhiger geworden.

  

Kauen und reißen an großen Fleischbrocken und Knochen, wenig Getreide (welches bei einigen Hunden durchaus zu gesteigerter Aktivität führen kann) tragen sicherlich zu einem ausgeglichenen Verhalten bei.

Ähnlich wie bei Kindern, kann ein Überangebot an Kohlenhydraten bei Hunden zu Hyperaktivität führen. Zu diesem Thema hat Frau Dr. med. vet. Vera Biber ein sehr gutes Buch geschrieben:

Hilfe, mein Hund ist unerziehbar! 

 

Was ist natürlicher als das Füttern von rohem Fleisch, Gemüse, Obst, Knochen, usw.?

Argumente wie " Hunde bekommen nicht alle Nährstoffe, die sie brauchen, wenn man frisch füttert" hören wir oft.

Aber Nährstoffe, Vitamine, usw. sind in den meisten Fertigfuttern viel zu hoch dosiert. 

Warum haben wir solche Angst unsere Hunde mit nicht genügend Vitaminen 

und Mineralstoffen zu versorgen wenn wir frisch füttern?

Haben Sie sich schon mal Ihren Nährstoffbedarf ausgerechnet? Oder den Ihrer Kinder?

Wir nicht! Und wir leben gesund und munter, denn wir ernähren uns abwechslungsreich! 

Und darin liegt das ganze Geheimnis. 

Auch bei Ihrem Hund!

Wussten Sie, dass es Fertigfutter erst ca. 100 Jahre gibt? Wie haben die Hunde vorher überlebt? Wie überlebten die alten Bauernhunde auf den Höfen, die nie in ihrem Leben Fertigfutter bekamen? Diese Hunde wurden meist 16 Jahre alt! Wenn man so mancher Hundefutterwerbung im Fernsehen glauben schenken kann, sollte so was überhaupt nicht möglich sein! 

 

Warum sollen wir unseren Hunden Hundefutter mit 4% Muskelfleisch geben, wenn wir ihnen doch 100% Muskelfleisch geben können?

Warum nur 80 % grünem Pansen aus der Dose, wenn wir ihnen doch 

100 % frischen, grünen Pansen geben können?

Warum billige Getreidereste, wenn wir ihnen 100% Biogetreide geben können?

 

Haben Sie sich das nicht auch schon mal gefragt? Nein?

Haben Sie sich überhaupt schon mal gefragt was im Fertigfutter drin steckt? Nein?

Dann besuchen Sie mal diesen Link der Firma Cat´s Country:

 

Tierfutteretiketten richtig lesen

 

Auch wenn Sie nicht roh füttern möchten, kaufen Sie nicht irgendein Futter aus dem Supermarkt.

Studieren Sie die Inhaltsstoffe. Welches Produkt führt die Zutatenliste an? Bedenken Sie, der Hund ist ein Karnivore, ein Fleischfresser. Nicht ausschließlich, aber doch zum größten Teil. 

Warum führt denn dann bei so vielen Hundefuttersorten das Getreide die Zutatenliste an? Einfach weil es ein billiger Füllstoff ist! Zu dem hohen Getreideanteil wird dann oft argumentiert, dass der Hund kein Karnivore, sondern ein Omnivore ist! Das stimmt sicher nicht!

Anders als bei Omnivoren (wie uns Menschen z.B.) beginnt die Verdauung bei Hunden nicht im Maul. Ihr Speichel ist zähflüssig ohne Verdauungsenzyme und soll die Nahrung somit gleitfähig machen.

Ausserdem besitzt der Hund ein Fleischfressergebiss. Und auch wenn wir Menschen vor langer Zeit ein anderes Gebiss hatten als heute (ähnlich dem der Primaten), nehmen unsere nahen Verwandten wie Schimpansen und Co. trotz ihres Gebisses hauptsächlich pflanzliche Nahrung zu sich.

  

Sicherlich nehmen wildlebende Caniden auch Fallobst, Beeren, Wurzeln usw. auf, aber zum größten Teil fressen sie eben doch Fleisch, Innereien und Knochen.

 

Ich kann nur für unsere Hunde und uns sprechen. Aber wir füttern seit über 11 Jahren frisch  und unsere Hunde sind fit und gesund. Unsere Whippets wurden alle frisch aufgezogen, die Ami´s damals umgestellt. Knoppers wurde in den ersten Monaten zusätzlich noch mit Trofu aufgezogen, denn auch wir hatten zwei mal eine "Barf-Krise" und mussten dann mit den Ergebnissen leben, die nicht sonderlich positiv waren. Neben einer Menge an Kot (der auch noch stank), gab es sehr viel Zahnstein und Mundgeruch. Hundeatem eben!

Nach nur ein paar Wochen reiner Frischfütterung haben wir das schnell wieder in den Griff bekommen.  Daran können wir persönlich immer wieder sehen, wie gut unseren Hunden die frische Ernährung tut und das viele Probleme in der Hundehaltung heute oft "hausgemacht" sind. 

 

Natürlich muss jeder Hundehalter selber entscheiden, was er seinem Vierbeiner in den Napf gibt. Und wir persönlich verurteilen das in keinster Weise. Wir können Ihnen mit unseren persönlichen Erfahrungen nur einen kleinen Einblick in die frische Fütterung geben, wie/warum wir auf diese Art der Fütterung gekommen sind und dass es nach ein bisschen "Arbeit" doch gar nicht so schwer ist, seinen Hund frisch zu füttern!

 

 

 

 

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